Bestes Bio 2021 | Produkttest & Bewertung

Ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind, dass ich ausgesucht wurde, mitzumachen.

Produkttesterin für ausgewählte Bioprodukte zu sein, war schon eine ziemlich coole Vorstellung. Nicht nur, weil ich die Produkte natürlich umsonst bekomme und alle probieren darf – sondern auch, weil ich gerne im Detail vergleiche und beurteile. Deshalb habe ich mich wirklich unglaublich gefreut, als ich von Bestes Bio ausgewählt wurde, einige Produkte für die „Bestes Bio 2021“ Siegelvergabe zu testen.

Disclaimer: Ich wurde um diesen Beitrag genaugenommen nicht gebeten, sondern lediglich um anonyme Produktbewertungen. Ich mache das hier also freiwillig, weil es für manch eine*n sicher interessant sein könnte. Da ich die Produkte jedoch gratis zum Testen bekommen, markiere ich das hier sicherheitshalber als unbezahlte Werbung. 
Meine Bewertung ist völlig ehrlich und unvoreingenommen. 

Die Geschichte mit dem verschollenen Paket

Eine kleine Anekdote vorweg… wie das in Deutschland so häufig leider ist, sind die Post und die verschiedenen Paketzustellservices nicht unbedingt die Verlässlichsten. Daher ging meine Expresssendung, die unter anderem Kühlprodukte enthielt, bei Außentemperaturen zwischen 24 und 28 Grad verloren. Ich hab mir total den Kopf gemacht – nicht nur wegen des Verlustes selbst, sondern auch aus Sorge, die Produkte würden schlecht werden – ich hasse es, Essen wegschmeißen zu müssen.

Nachdem dann bereits eine neue Lieferung veranlasst und das verschollene Paket nicht mehr zu lokalisieren war, kam es dann plötzlich doch noch an – hochgradig lädiert, warm und nach einer Woche. 

Das Schöne ist nun aber: alle Produkte waren noch gut! Also auch die zwei veganen Quarksorten, die die ganze Woche bei sommerlicher Hitze ungekühlt verbracht haben. Die Moral daraus also – probiert solche Produkte unbedingt, bevor ihr sie entsorgt und traut euren Sinnen mehr als Mindesthaltbarkeitsdaten und Lagerbestimmungen.
Und wieder offenbart sich ein großer Vorteil veganer Ernährung – Quark auf Milchbasis hätte das sicher nicht überlebt. Im Kühlschrank halten sich die geöffneten Joghurt- & Quarkalternativen übrigens gut und gerne > 1 Woche, mal auch 10 Tage. Einfach probieren. (Wobei man es natürlich auch nicht drauf ankommen lassen muss 😉 ). 

Zu den Produktbewertungen

Erst einmal: spannende Sorte, definitiv mal „was anderes“. Gibt es meines Wissens nach so auch nirgends anders. Der Haselnussgeschmack ist sehr mild, riechen tut man die Haselnuss leider überhaupt nicht heraus. Trotz der Milde ist er aber sehr lecker. Die Konsistenz ist ähnlich, wie man sie von anderen veganen „Skyr Style“ Joghurts oder Quarkalternativen kennt – wie etwas festerer Joghurt, aber eher nicht wie „echter“ Quark. Diese Version ist mir für „Quark“ fast noch etwas zu dünn und cremig, er könnte auch noch fester sein. 

Die Zutatenliste ist kurz und enthält nichts, was man nicht auch kennen würde – gesüßt mit Rohrzucker, leicht angedickt, der Haselnussgeschmack wird durch reines Haselnusspürree hergestellt. Das erklärt wohl auch den milden Geschmack. Nichtsdestotrotz würde ich den Quark weiterempfehlen – aber mein allerliebster wird er wahrscheinlich nicht.
Dafür ist er jedoch eine angenehme Abwechslung zu bekannten Sorten und enthält nicht so viel Schnickschnack, wie die Sorten von Alpro z.B.. Außerdem sind die Inhaltsstoffe biologisch sowie alle möglichst regional.

Endnote: 4/5 Sternen.

Diese Quarkalternative konnte uns sofort überzeugen. Sie ist geschmacklich und von der Konsistenz her sehr gut vergleichbar mit der „Skyr Style“ Quarkalternative von Alpro – wir waren uns einig, in einem Blindtest hätten wir keinen Unterschied bemerkt. Ich süße den „Quark“ häufig nach Geschmack nach – wir haben damit aber auch erfolgreich Kräuterquark hergestellt, wofür die ungesüßte Variante sich natürlich hervorragend eignet. Dafür, dass die Variante ungesüßt ist, könnte sie fast noch saurer sein – aber das kann man ja problemlos anpassen. 

Haltbarkeit – top. Nach einer Woche ungekühlt ist nicht passiert (vom Nachmachen rate ich dennoch ab). 

Wieder im Vergleich zu Alpro zeichnet sich Provamel jedoch durch sein Bio-Siegel und die regionalen Inhaltsstoffe, sowie die kurze Zutatenliste aus – trotz Minimalismus geschmacklich kein Unterschied. Man muss aber auch bedenken, dass Alpro und Provamel einfach nur zwei Töchter der selben Muttergesellschaft sind – Danone. Eine Marke, die man aus verschiedensten Gründen meiden könnte. Hier hat letztlich jeder selbst zu entscheiden, wie er damit umgeht. Die Qualität spricht zumindest nicht dagegen, den Quark zu kaufen.

Endnote: 4,5/5 Sternen.

Für mich persönlich war der Aufstrich geschmacklich & von der Konsistenz her ok, aber nicht ganz das Wahre. Die Konsistenz ist relativ flüssig und der Geschmack für mich etwas zu sauer und unausgewogen. Mein Freund fand ich auf diesen Ebenen jedoch noch „ganz lecker“ und irgendwie cremig.

Wir waren uns jedoch beide einig, dass wir unzählige bessere Aufstriche kennen und dass es nicht unser Lieblingsaufstrich wird. Für mich wurde er etwas zum „Ladenhüter des Kühlschranks“.

Fazit: Ausprobieren könnte man ihn schon mal und sich vielleicht selber ein Urteil bilden. Für uns war er eher nichts.

Endnote: 3,5/5 Sternen. 

Leider konnte mich auch diese Hafermilch so überhaupt nicht überzeugen. Das Hauptproblem: Sie schmeckt wie Wasser. Wenn man sie verwendet, ist es einfach, als hätte man normale Hafermilch mit Leitungswasser vermischt. Wir haben sie sowohl pur als auch in Müsli u.Ä. sowie kalt in Kaffee probiert. Im Vergleich mit allen (!) anderen Haferdrink-Varianten, die ich je getrunken habe, leider ein totaler Flop – trotz der tollen Glasflasche. 

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist zudem mäßig (2-3€ im Einzelhandel auf 0,75l). 

Ich würde vom Kauf abraten – es gibt zu viele bessere Alternativen. 

Endnote: 2,5/5 Sternen. 

Leider ein ziemlicher Reinfall. Geschmacklich gut, tolle kurze Zutatenliste – schön & gut, für einen Barista-Haferdrink ist es jedoch mehr als suboptimal, wenn sich das Ganze nicht richtig schäumen lässt. Das Schaumverhalten war… schwankend: mal kam ein bisschen Schaum, der jedoch sehr grobporig war und nach max. 2 Minuten verschwand – mal auch gar kein Schaum.

Anzumerken ist, dass ich einen elektrischen Milchaufschäumer verwende (optimale Ausgangsbedingungen) und eine ganze Reihe von Nicht-Barista-Pflanzendrinks kenne, die sich problemlos zu feinporigem & stabilem Schaum verwandeln lassen. Darunter z.B. der Mandeldrink von Aldi oder der „normale“ (Nicht-Barista) Haferdrink von DM.

Endnote: 2,5/5 Sternen.

Melina

Ich bin Melina, Studentin aus Hamburg & lebe seit 2013 vegan. An meinen Rezeptkreationen feile ich gerne ausgiebig herum und teile sie hier mit der Welt. Ich freue mich sehr über Feedback, Ideen und Anregungen - also zögert nicht, die Kommentarspalte zu benutzen!

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