Bananenbrot mit Datteln & Nüssen (fett- & zuckerfrei)

Dieses himmlische Bananenbrot hat mich durch den ganzen letzten Sommer begleitet. Eine Zeit lang gab es das praktisch jeden Tag – es ist einfach das perfekte Frühstück, ein klasse Snack für zwischendurch, ein gutes Mitbringsel für Geburtstage und Feiern – und dabei sogar noch sehr gesund. Kurzum: ein Allround-Talent.

Das saftige und gleichzeitig fluffige Bananenbrot ist fett-, zucker- und weizenfrei. Es lässt sich bei Bedarf glutenfrei zubereiten und theoretisch auch ohne jede zusätzlichen Süßungsmittel. Mir persönlich ist es dann aber doch etwas zu mild in der Süße, um es pur zu essen. Falls man jedoch sowieso plant, das Ganze mit Aufstrichen zu genießen, kann man es bedenkenlos so zubereiten. Die überreifen Bananen bringen von Natur aus viel Süße mit und die Datteln tragen ebenfalls dazu bei.

Was dieses Rezept außerdem auszeichnet, ist Flexibilität: ich habe es schon auf alle erdenklichen Weisen abgewandelt und es ist immer gelungen. Im Rezept ist bereits inbegriffen, das Bananen und Äpfel natürlich nie wirklich gleich groß sind. Man kann die restlichen Zutatenmengen also einfach daran anpassen, was die Natur einem so vorsetzt.

Die Süßungsmenge kann man je nach gewünschtem Süßungsgrad frei innerhalb des Spektrums variieren. Die jeweils höchste Angabe ist für mich persönlich perfekt, um es pur zu genießen, darüber hinaus würde ich wirklich nicht gehen.

Mein Rezept orientiert sich übrigens an diesem Rezept hier, das ich damals mal bei Chefkoch entdeckt habe. Allerdings habe ich wahnsinnig viel damit herumexperimentiert und einige Änderungen vorgenommen, sodass ich letztlich eine eigene (vegane) Version kreiiert habe. Im Originalrezept waren mitunter Eier, die man ohne Probleme durch Soja- oder Lupinenmehl ersetzen kann. Wenn man damit allerdings Probleme oder es schlicht und einfach nicht da hat, müsste man es auch weglassen können. Vielleicht ist es dann ein wenig krümeliger, aber wen kümmert das schon?

Ich habe in dieser Version Zimt, Kardamom und etwas Lebkuchengewürz hinzugefügt, was die gerösteten Nüsse und Kerne wunderbar unterstreicht.
Auch gut passen würde Tonkabohne oder alternativ zum Lebkuchengewürz z.B. Pumpkin Spice. Das kann man auch alles ganz einfach selbst mischen. Das Anrösten der Nüsse kann man natürlich auch weglassen.

Das Rezept kann man wirklich vielseitig abwandeln – ich muss aber ehrlich gestehen, dass es die beste Version ist, die ich bisher gebacken (und gegessen) habe. Überzeugt euch selbst!

Bananenbrot mit Datteln & Nüssen (fett- & zuckerfrei)

Dieses saftige & gleichzeitig fluffige Bananenbrot kommt ganz ohne Fett oder Zucker aus. Geröstete Mandeln, Hasel- und Pekannüsse geben ihm den richtigen Biss. Hinzu kommen Dattelstückchen, Zimt und Kardamom. Da muss man sich zusammenreißen, nicht direkt alles auf einmal aufzuessen!
Zubereitungszeit20 Min.
Backzeit45 Min.
Arbeitszeit1 Std. 5 Min.
Gericht: Frühstück, Gebäck, Zwischendurch
Diet: Gluten Free, Low Calorie, Low Fat, Vegan

Equipment

  • 25cm-Kastenform
  • Handrührgerät
  • opt. Reibe oder Universalzerkleinerer

Zutaten

  • 300-400 g Bananen 3-4 Stück
  • 100-160 g geriebener Apfel oder Apfelmark 1 Apfel
  • 200-265 g Dinkelmehl *
  • 5-7 g Backpulver und/oder Natron
  • 15g/ 3 EL Soja- oder Lupinenmehl + 6EL Wasser/Pflanzenmilch
  • 50-90 g Erythrit (bei 300g Bananen) bzw. 65-120g bei 400g **
  • 25 g Pekannüsse + opt. einige zum Dekorieren
  • 25 g Mandeln ***
  • 30 g Haselnüsse
  • 5-10 Datteln
  • 1-1½ TL Zimt
  • opt. 1 Msp Kardamom
  • opt. ½ TL Lebkuchen-/Spekulatiusgewürz / Pumpkin Spice
  • opt. 1 Prise Salz
  • opt. 1 TL Apfelessig / Zitronensaft / weißer Essig (falls Natron verwendet)
  • Margarine zum Einfetten

Anleitungen

  • Als erstes die Nüsse in einer Pfanne anrösten, bis sie leicht gebräunt sind und duften. Sobald sie halbwegs abgekühlt sind, grob hacken (je gröber, desto besser!).
    Die Datteln zu groben Stücken hacken.
  • Die Bananen schälen und mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zermanschen.
  • Den Apfel opt. schälen, dann zerreiben oder im Universalzerkleinerer schreddern und zum Bananenmatsch geben (alternativ: das Apfelmark).
    Opt. 1TL Essig/Zitronensaft dazugeben (falls Natron verwendet wird). Falls ein flüssiges Süßungsmittel verwendet wird, auch das in die Mischung geben.
  • Alle trockenen Zutaten gut miteinander vermengen. Den Ofen schonmal auf 180°C Umluft vorheizen (alternativ 200°C Ober-/Unterhitze, wenn möglich aber nicht). Eine Kastenform mit Margarine einfetten.
  • Nun die flüssige Mischung zu der trockenen geben und so kurz wie möglich, aber so lang wie nötig mit dem Handrührgeräts vermengen. Als letztes kurz die Nuss- & Dattelstückchen untermengen. Direkt mit einem Teigschaber in die vorbereitete Form füllen & opt. noch mit einigen Pekannüssen verzieren.
    Und ohne Umschweife in den Ofen damit! Für 45 Min. backen - im Zweifelsfall immer Stäbchenprobe machen. Der Teig ist saftig, kleben bleiben sollte aber nichts.
  • Im geöffneten Ofen oder mit einem Geschirrtuch bedeckt 1-2 Stunden auskühlen lassen, um ein starkes Zusammenfallen zu verhindern. Danach vorsichtig aus der Form stürzen, anschneiden und wegmampfen!
    Das Bananenbrot hält sich luftdicht verschlossen 5-8 Tage und lässt sich auch wunderbar einfrieren.

Notizen

*Oder ein anderes Mehl. Bedenkt nur, dass z.B. Vollkornmehl mehr Wasser zieht (evtl. mehr Banane/ Apfel / Flüssigkeit hinzufügen). Für eine glutenfreie Version sollte Hafer-/Buchweizenmehl gut klappen. 
**Oder 35-63g (300g) bzw. 45-85g (400g) Xylit, Kokosblüten- oder Rohrzucker oder Agavendicksaft / Kokosblütensirup / Ahornsirup. 
***Insgesamt 50-100g Nüsse nach Belieben, auch gut passen würden Wal- & Paranüsse. Eher abraten würde ich von Cashews & Erdnüssen. 

Du hast mein Rezept ausprobiert? Dann tag mich auf Instagram oder schreib mir hier in die Kommentare!

Melina

Ich bin Melina, Studentin aus Hamburg & lebe seit 2013 vegan. An meinen Rezeptkreationen feile ich gerne ausgiebig herum und teile sie hier mit der Welt. Ich freue mich sehr über Feedback, Ideen und Anregungen - also zögert nicht, die Kommentarspalte zu benutzen!

2 Gedanken zu „Bananenbrot mit Datteln & Nüssen (fett- & zuckerfrei)

  1. liebe melina, ich hab das bananenbrot gerade gebacken.
    riiiiichtig lecker!!
    ich hab mohn und mandeln in den teig getan, und nur zimt, weil ich die anderen gewürze nicht hatte.
    danke für die kleinen hilfreichen notizen am rande!
    kannst du mir sagen, wofür der geriebene apfel dazu kommt?
    lg, marina

    1. Uhh, Mohn klingt ja spannend, da wär ich nie drauf gekommen! Muss ich mal ausprobieren. Der Apfel ersetzt das Fett. Dadurch bleibt das ganze saftig und kriegt auch viel Bindung, ohne Öl im Teig. Man könnte ihn durch etwas Öl auch „rückersetzen“.

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