Über mich

Kochen war schon immer meine große Leidenschaft.

Ich bin Melina, 20 Jahre alt und studiere Psychologie in Hamburg.
Kochen war schon immer meine große Leidenschaft. Ich habe bereits früh damit angefangen – mit etwa sechs Jahren. Anfangs half ich überall in der Familie mit, brachte meine Ideen ein und machte immer mal wieder etwas alleine, wenn sich die Gelegenheit bot. Als Teenager kochte ich fast immer alleine, tobte mich kreativ aus und sorgte dafür, dass das Essen meinen Wünschen entsprach.

Meine Familie hat mich kulinarisch definitiv geprägt.

Ich bin mit viel indischer und italienischer Küche aufgewachsen, mit viel Gewürzen, frischen Zutaten und Selbstgekochtem. Das war für mich einfach selbstverständlich. Gewürze habe ich schon als Kind in all ihrer Vielfalt geliebt. Sie sind nach wie vor einer der wichtigsten Bestandteile jedes herzhaften Essens für mich.

Allerdings hatte ich grade als Kind Probleme damit, mich auf neues Essen einzulassen, nach dem Motto: „Kenn ich nicht, mag ich nicht, ess ich nicht“. Man kann es nennen wie man will – ich war ganz schön „schnösch“ oder „krüsch“ mit Essen.  Das hing aber auch viel damit zusammen, dass ich mich auf viele tierische Lebensmittel auch wirklich nicht einlassen wollte.
Tiere waren mir schon immer wichtig und Milchprodukte und Ei habe ich sowieso nie besonders gut vertragen. Mit 13 wurde ich dann vegan – und probiere seitdem alles (aus), was mir unter die Finger kommt.

Vor Jahren habe ich mal ein Zitat gefunden, das meine Einstellung zur veganen Lebensweise gut wiederspiegelt:

„Vegan zu leben bedeutet nicht, perfekt sein zu müssen. Es bedeutet, die Schritte zu gehen, die ohne größeren Aufwand möglich sind und bereits große Veränderungen bewirken können.“

Es kommt heute glücklicherweise nur noch selten vor, dass Leute einen ansprechen und fragen „Wenn du vegan bist, was isst du dann überhaupt?“. Diese Leute sind um ihre einseitige Ernährung nicht zu beneiden. Und es ist so unglaublich schwer, diese Frage zu beantworten, wenn man sich dabei denkt – „Na, was esse ich eigentlich nicht?“. Die Vielfalt pflanzlicher Lebensweise ist so unüberblickbar, dass ich beim besten Willen nicht aus dem Stegreif aufzählen könnte, was ich alles esse. Jedes Jahr entdecke ich mehr und mehr Neues hinzu, von dem manch ein „Allesesser“ (welch paradoxe Bezeichnung) noch nie im Leben was gehört hat.

Der Schritt zur Nachhaltigkeit bringt in der Küche vor allem eins mit sich: "Selber machen statt kaufen"

Seit Herbst 2018 gebe ich zudem mein Bestes, „Less Waste“ zu leben. Der Schritt zur Nachhaltigkeit bringt in der Küche vor allem eins mit sich: „Selber machen statt kaufen“. Und immer wieder entdeckt man nur noch mehr Möglichkeiten, wenn man sich nicht mehr an die Regale der Supermärkte gebunden sieht und selbst Produkte wie vegane Sahne einfach selbst in die Hand nimmt. Ich bin definitiv nicht perfekt und spreche bewusst nicht von „Zero“ Waste. Aber wo immer es gut machbar und möglich ist, verzichte ich auf (Plastik-)Müll und versuche nachhaltige Alternativen zu entdecken. Ich treibe es mit der Restriktion aber auch nicht so weit, dass es wehtut. Wenn ich keinen passablen Ersatz finden kann, dann greife ich auch zu Gekauftem.

Für mich ist die vegane Küche das Normalste der Welt.

Manchmal vergesse ich regelrecht, dass es anderen anders geht. Ich habe das Ganze nie so wirklich als „gesondert“ und losgelöst von Küche allgemein betrachtet – ich entscheide mich bewusst, tierische Produkte nicht zu essen. Letztendlich kann aber jeder „Allesesser“ auch alles Vegane zu sich nehmen. Meine Rezepte feile ich liebevoll und in Feinstarbeit aus, bis ich wirklich zufrieden damit bin. Und ich finde, sie sind etwas für jeden, der Freude an gutem Essen hat. Daher wünsche ich wem immer es danach steht viel Spaß und Freude beim Nachmachen, Abwandeln und Genießen.

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